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Weihnachtseinkäufe – es lebe das Internet!

Ein paar Klicks, schon liegt das Weihnachtsgeschenk für den Bruder im virtuellen Einkaufswagen und wird Ihnen bequem per Post nachhause geschickt. Kein mühsames an der Kasse Schlange stehen, kein Gedränge in den Einkaufsläden - dies sind die Vorteile des Online-Weihnachtsshoppings. Dennoch kann Ihnen ein Interneteinkauf unter Umständen Unannehmlichkeiten bereiten.

Worauf Sie vor und nach dem Onlinekauf Acht geben müssen, hat die DAS für Sie in den folgenden Punkten zusammengefasst:

Vor dem Kauf:

1. Anbieter

Wenden Sie sich an Händler, die Sie kennen, die Ihnen empfohlen wurden und die klar identifizierbar sind - d.h. versichern Sie sich, dass die komplette Adressangabe eines Anbieters auf der Website zu finden ist. (Name der Firma, Postadresse, E-Mail und Telefonnummer). Recherchieren Sie auf Internet-Foren, ob andere Personen mit dieser Website gute oder schlechte Erfahrungen gemacht haben.

2. AGBs

Lesen Sie immer die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Diese müssen auf der Website gut zugänglich und ausdruckbar sein. Fehlen diese oder sind versteckt, ist das kein gutes Zeichen.

3. Datenschutz

Lesen Sie auch die Angaben darüber, wie Ihre persönlichen Daten benutzt werden.

4. Kopie aufbewahren

Bewahren Sie immer eine Kopie (digital oder ausgedruckt) von Ihrer Bestellung und den wichtigsten Punkten des Vertrages (Annullation, Widerruf, Rückvergütung, Garantie) auf. Sie tragen die Beweislaste im Falle späterer Reklamationen.

5. Frühzeitig bestellen

Bestellen Sie die Weihnachtsgeschenke so früh wie möglich. Die angegebene Lieferfrist ist lediglich ein Richtwert. Wenn das Produkt nicht an Lager ist, kann sich diese verzögern. Der Verkäufer hat die Pflicht Ihnen die Ware innerhalb der nächsten 30 Tage zu liefern, ausser es wurde in den allg. Geschäftsbedingungen eine andere Frist festgelegt.

6. Gebühren

Bei Bestellungen aus dem Ausland, können Ihnen Gebühren anfallen. So betragen die Verzollungskosten der Post 18 Franken (vereinfachte Verzollung), wenn Sie Bücher im Wert von über 208.30 Franken (inkl. Transportkosten) und andere Güter über 65.75 Franken bestellen. Beträgt der Wert einer Sendung über 500 Franken, liegen die Zollbearbeitungsgebühren der Post bei 35 Franken (ordentliche Verzollung).

Wer übers Internet bestellt, sollte sich vorher genau erkundigen, wer (Schweizerische Post oder privates Paketnetzwerk) den Versand zu welchem Preis (inklusive Verzollungskosten) durchführt.

Kreditkartennummer: Die Angabe der Kreditkartennummer ist in der Regel übers Internet nicht gefährlicher als sonst. Allerdings sollten Sie folgende Regeln beachten: Geben Sie die Nummer nur ein, wenn Sie, wie bereits erwähnt, den Händler kennen, die wichtigsten Angaben über ihn haben und es sich um eine sichere Datenübertragung handelt. Eine sichere Datenübertragung erkennen Sie entweder an dem kleinen geschlossenen Vorhängeschloss oder dem Schlüssel, die am unteren rechten Rand Ihres Bildschirms (oder in der Adresszeile) erscheinen oder wenn das „http" in der Adresse zu einem „https" wird. Diese Zeichen deuten darauf hin, dass Ihre Daten während der Übertragung verschlüsselt und der Online-Shop zertifiziert ist. Falls sich die Adresszeile zusätzlich grün einfärbt, ist der Kauf über diesen Online-Shop zu bevorzugen, da er mit der neusten und aktuell sichersten Zertifizierungsart (Extended Validation Zertifikat) ausgezeichnet wurde. Diese erkennt ihr Computer allerdings nur, wenn Sie Ihren Browser auf die neuste Version aktualisiert haben. Das neue Zertifikat ist für den Website-Betreiber um einiges teurer als dessen Vorläufer, was zur Folge hat, dass kleinere Online-Shops noch ein normales Zertifikat haben.

7. Illegale Produkte

Achtung vor illegalen Produkten deren Import in der Schweiz verboten ist. Zu diesen gehören beispielsweise Raubkopien, Fälschungen von Marken- und Designerartikeln, Waffen, Radarwarngeräte, Betäubungsmittel und betäubungsmittelhaltige Medikamente, Heil- oder Dopingmittel, Tiere und Waren tierischer Herkunft, die dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen unterliegen oder der Direktimport von Tierprodukten aus anderen als EU-Staaten. Durch das Bestellen solcher Produkte können Sie sich strafbar machen und das von Ihnen bereits bezahlte Produkt wird am Zoll abgefangen und vernichtet.

Nach dem Kauf:

8. Mangel der Ware (Widerrufsrecht)

Prüfen Sie die Ware sofort nach Erhalt. Weist sie Mängel auf, haben Sie gemäss Schweizer Gesetz folgende Möglichkeiten: Sie können: 

  • den Kauf rückgängig machen (Art. 205 OR), 
  • eine Minderung des Kaufpreises fordern (Art. 205 OR) 
  • oder den Ersatz durch ein mangelfreies Produkt verlangen (Art. 206 OR).

Voraussetzung ist aber, dass Sie den Mangel sofort schriftlich rügenAllerdings kann der Verkäufer diese Rechte, die der Käufer von Gesetzes wegen hat, anhand der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ändern. Das heisst also, wenn die AGBs dem Käufer lediglich ein Recht auf Reparatur zugestehen, kann er nur dieses Recht geltend machen. Deshalb lohnt es sich vor dem Kauf die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters gut zu studieren.

9. Rückgaberecht

Das Gesetz sieht kein Rückgaberecht vor, ausser es besteht eines in den geltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

10. Wer bezahlt Gebühren bei Rückgabe?

Diese Frage wird meist in den allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt. Je nach Sachverhalt besteht das Risiko, dass Sie diese Kosten selber tragen.