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Persönliche Infos im Internet

Persönlichkeits- und Datenschutz sind zwei Begriffe, die im Zeitalter des Internets vermehrt auftauchen. Sie sind im Gesetz verankert. Nur nützen die beiden Gesetzesregelungen nichts, wenn Herr und Frau Meier selber persönliche Daten über sich im Internet verbreiten. Dass dies schnell passieren kann, zeigen die unten aufgeführten Geschichten. DAS-Rechtsanwalt Thomas Klein rät deshalb zu mehr Vorsicht im Umgang mit dem Internet.

Frau X. schreibt in einem Internet-Forum über ihre Eheprobleme. Zwar unter Pseudonym, aber inklusive E-Mail-Adresse, weil sie sich so viele Antworten von Frauen in ähnlichen Situationen erhofft. Die E-Mail-Adresse in eine Suchmaschine eingegeben, bringt eine Teilnehmerliste des Töpferkurses hervor, welchen Frau X. vor einigen Monaten absolviert hat. Auf der Liste steht sie mit Vor-, Nachname, Adresse und Telefonnummer.

„Mein Chef ist ein Wichser" schrieb kürzlich eine Britin in die Statusmeldung ihres Facebookprofils. Zu dumm nur, dass sie ihren Chef als Facebook-Freund hinzugefügt hatte. Er sah die Meldung und schickte der Dame postwendend die Kündigung per Facebook.

Auf Internet-Plattformen wie Facebook veröffentlichen Nutzer persönliche Daten, äussern sich zu ihren politischen, musikalischen teils gar sexuellen Vorlieben und schreiben in ihre Statusmeldungen, wie sie ihre Arbeit anödet oder sie am Wochenende zu viel getrunken haben. Über die Konsequenzen sind sie sich oft kaum bewusst. Dabei zeigt eine kürzlich herausgegebene Studie aus Deutschland: Über ein Viertel der Firmen recherchieren gezielt im Internet, bevor sie einen Bewerber für ein Vorstellungsgespräch einladen. Fakt ist: Vorwitzige Statusmeldungen, Partyfotos oder freizügig anmutende Profilbilder können Karrierekiller sein. „Die Leute müssen sich bewusst sein, dass alles, was sie ins Internet stellen, von anderen angesehen werden kann", mahnt DAS-Rechtsanwalt Thomas Klein. In seiner Tätigkeit stelle er immer wieder fest, wie naiv und unüberlegt viele Leute sich im Internet bewegen. Datenschutz- und Persönlichkeitsschutzregelungen nützten nichts, wenn die Leute selber persönliche Informationen über sich ins Internet stellten. Dass diese veröffentlichten Informationen dann auch gezielt von Unternehmungen genutzt würden, um ein Persönlichkeitsprofil zu erstellen und gratis Werbung zu betreiben, sei die logische Konsequenz. Klein ist deshalb der Ansicht: „Kontonummern, Pincodes, Passwörter und allgemein alles was nur die beste Freundin oder der beste Freund wissen darf, gehören nicht ins Internet oder auf Facebook." Kritisch sein soll der Internetnutzer, gemäss Thomas Klein auch dann, wenn er sich etwas übers Internet kauft. „Das Preis-Leistungsverhältnis muss in einem realistischen Rahmen sein. Bei einem Kauf übers Internet lohnt es sich genauer zu prüfen, ob der Geschäftspartner und sein Angebot auch wirklich seriös sind. Ist dies nicht der Fall, lasse ich als Käufer besser die Finger davon."